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Flegal KM et al: Excess deaths associated with underweight, overweight, and obesity. JAMA 2005/293/S.1861-1867
Auch wenn es kaum ein Ernährungsmediziner wahrhaben will: Übergewicht verlängert das Leben! Das ergab die detaillierte Auswertung von drei nationalen Gesundheits- und Verzehrsstudien in den USA (NHANES I-III). Im Vergleich zu Normalgewichtigen traten danach bei den Fettsüchtigen rund 112 000 zusätzliche Todesfälle auf, bei den Untergewichtigen waren es etwa 34 000. Die höchste Lebenserwartung jedoch hatten übergewichtige Amerikaner, denn in dieser Gruppe gab es rund 86 000 Todesfälle weniger als bei den normalgewichtigen. Folglich sterben in den USA alles in allem mehr schlanke Menschen als die Gesamtheit aus übergewichtigen und adipösen Zeitgenossen. Eine zeitgleich veröffentlichte Arbeit hat ebenfalls eine frohe Botschaft für Dicke parat. Sie kam zu dem Ergebnis, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Übergewichtigen in den letzten Jahrzehnten stärker gesunken ist als bei Normalgewichtigen. Den Resultaten zufolge liegen die beiden Gruppen in Bezug auf Faktoren wie Cholesterinspiegel oder Blutdruck mittlerweile fast gleichauf. (JAMA 2005/293/S.1868-1874)
Anmerkung: Die vorliegende Analyse der US-Gesundheitsstudien beweist nicht nur, dass Menschen mit einem BMI von 30 länger leben als solche mit einem BMI von 25. Sie bescheinigt vor allem Untergewichtigen eine klar erhöhte Sterblichkeit: Nach den Daten haben schlanke Zeitgenossen im Vergleich zu Normalgewichtigen ein bis zu doppelt so hohes Mortalitätsrisiko – ein Wert, an den selbst stark Fettsüchtige nicht heranreichen. Die kuriose Tatsache, dass die Todeszahlen von Übergewichtigen und Adipösen anscheinend umso geringer ausfallen, je öfter sie berechnet werden, erklären die Wissenschaftler mit einer zunehmend besseren Gesundheitsfürsorge. Dass Übergewichtige ihre erhöhte Lebenserwartung insbesondere durch Abspecken einbüßen können, belegt eine Untersuchung aus Finnland. Demnach hatten Dicke, die infolge von Diäten kurzfristig abnahmen, langfristig ein fast doppelt so hohes Sterberisiko im Vergleich zu solchen, die ihr Gewicht hielten. (PloS Medicine 2005/2(6):e171) Damit verkürzten sie ihr Leben sogar stärker als jene, die nicht abnehmen wollten und weiter an Pfunden zulegten.
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