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Die Nanotechnologie hat den Lebensmittelsektor in gleicher Weise erreicht wie die Gentechnik: heimlich, still und leise und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Welche Anwendungen genutzt werden und in welchem Umfang, hängt letztlich nur noch vom Preis ab. Es ist eine Binse, dass es sich hier um neue und vielfach ungewöhnliche Risiken handelt, für die erst noch geeignete Testsysteme entwickelt werden müssen. Dies setzt voraus, dass man weiß, welche Nanomaterialien für welchen Zweck in welchem Produkt eingesetzt werden. Der Zugang zu entsprechenden Informationen ist diesmal aber nicht nur dem Verbraucher verwehrt, sondern auch dem Fachmann. Es ist andererseits nur eine Frage der Zeit, bis diese Daten – ähnlich wie bei der Chemie – erhoben werden, ja erhoben werden müssen. Aber offensichtlich legt die chemische Industrie großen Wert darauf, dass dies erst passiert, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wenn eines schönen Tages ein realer oder vermeintlich winziger Nanoskandal sich zum medialen Super-GAU auswächst. Die aktuelle Feinstaubdiskussion gibt uns einen Vorgeschmack darauf, was uns noch bevorsteht. Dann wird man das tun müssen, was man längst hätte tun sollen:
- Die nötige Grundlagenforschung finanzieren, um die toxikologischen Mechanismen zu entschlüsseln. - Produkte der Nanotechnologie, die zum Verzehr bestimmt sind oder auf die Haut aufgetragen werden, bis zur Klärung der toxikologischen Mechanismen vorläufig nur per Einzelfallentscheidung zulassen – nach dem Vorbild der Arzneimittelzulassung.
Das größte Risiko geht auf absehbare Zeit von Nahrungsergänzungsmitteln aus, die als Nanopartikel angeboten werden.
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