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von Tamás Nagy
Die Vielfalt an Lebensmittelpyramiden lässt nur einen Schluss zu: Hier wird für jeden Geschmack etwas geboten. Kein Wunder, denn die fleißigen Pyramidenhändler arbeiten an immer phantasievolleren Gebilden. Regelmäßig ordnen sie die Nahrungssymbole neu und verkaufen das Resultat als bahnbrechende Innovation, an der wir genesen sollen. Wie aber sehen ihre Werke aus und welche Botschaften geben sie zum Besten? Im Folgenden ein Streifzug durch den undurchsichtigen Pyramidenwald.
Immerhin hat unser Autor mehr als zwei Dutzend verschiedene Pyramiden kritisch unter die Lupe genommen. Sie finden die verschiedenen Modelle in der Printausgabe prägnant erläutert. Er kam dabei zu dem Schluss:
Fazit zu Lebensmittelpyramiden
Dem Anspruch, für eine gesunde Ernährung des Menschen zu sorgen, werden Lebensmittelpyramiden schon allein aufgrund ihrer Beliebigkeit nicht gerecht. Vielmehr stellen sie durch rigide Beschränkungen selbst ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Zu ihren möglichen Auswirkungen gehören Fressattacken, Übergewicht, Durchfälle, Wasservergiftungen und Essstörungen. Die Tatsache, dass Ernährungsexperten immer wieder neue Pyramiden um die Wette errichten, deutet darauf hin, dass es ihnen weniger um die Volksgesundheit geht als um persönliche Eitelkeiten – also um den Versuch, sich ein Denkmal zu setzen, das Jahrtausende überdauert. Doch im Gegensatz zu den Pyramiden der Pharaonen dürfte die Lebensdauer ihrer Werke meist von der nächsten Papierkorbleerung abhängen.
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