|
- Die Sojabohne war offenkundig zu keiner Zeit ein Grundnahrungsmittel des Menschen, sondern wurde als stickstoffbindende Hülsenfrucht primär zum Zwecke der Gründüngung eingesetzt. Das änderte sich erst mit der Nutzung als Ölpflanze. Nach geeigneter Aufbereitung ist auch das dabei anfallende Eiweiß als Viehfutter verwendbar. Mittlerweile erlebt die Pflanze eine Renaissance als Industrierohstoff.
- Für die menschliche Ernährung erfordert die Sojabohne eine gründliche Entgiftung bzw. eine angemessene Verarbeitung. Insofern ist die Gewinnung von Würzmitteln wie Sojasoße, Miso etc. durch eine tiefgreifende Fermentation sinnvoll.
- Soll das Sojaeiweiß jedoch in unveränderter Form genossen werden (z. B. als Proteinisolat), ist derzeit aufgrund der toxikologischen Unsicherheiten davon abzuraten. Gefährdet sind Säuglinge, die mit Sojaformula oder Sojamilch gefüttert werden.
- Werden die Antinutritiva der Sojabohne (z. B. Isoflavone) in hoher Dosis bzw. in dem Glauben verzehrt, es handle sich um „natürliche gesundheitsfördernde“ Stoffe, ist Vorsicht geboten.
- Bewährt haben sich Sojaprodukte in höherer Dosis bei zölibatär lebenden Mönchen, zumal der hohe Gehalt an Phytoöstrogenen die Libido dämpft.
|