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Kristensen M et al: Effect of plant cultivation methods on content of major and trace elements in foodstuffs and retention in rats. Journal of the Science of Food and Agriculture 2008/88/S.2161-2172
Gewöhnlich lösen Studien zur Qualität von Biokost ein erhebliches Medienecho aus. Diesmal jedoch gab es kaum Pressemeldungen – und wenn, dann wurden sie als „journalistische Knallerbsen“ verunglimpft (FAZ vom 18.8.2008). Um was ging es? Dänische Forscher hatten den Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse aus biologischem sowie konventionellem Anbau verglichen. Die Analyse umfasste neben den üblichen Mineralstoffen auch Spurenelemente wie Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Molybdän, Kobalt, Cadmium und Vanadium. Das Resultat: „Insgesamt war kein augenfälliger Trend hinsichtlich Unterschieden im Spurenelement- und Mineralstoffgehalt der Nahrungsmittel aus den unterschiedlichen Anbauverfahren festzustellen; die Unterschiede in den verschiedenen Erntejahren waren größer als die Unterschiede zwischen den Anbaumethoden.“ Auch die anschließende Verfütterung an Ratten ergab keine Abweichungen bei der Nährstoffaufnahme bzw. -verwertung.
Anmerkung: Die Rattenversuche sind mit Vorsicht zu genießen, denn das Futter enthielt zusätzlich allerlei Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren – angeblich, um eine Unterversorgung der Nager zu verhindern. Angesichts solcher Panschereien erstaunt es kaum, dass die Forscher in einer parallel veröffentlichten Arbeit plötzlich „Unterschiede bei einigen gesundheitlichen Biomarkern“ festgestellt haben wollen. Den Nährstoffgehalt der verfütterten Feldfrüchte hielten sie diesmal jedoch streng geheim. (Journal of the Science of Food and Agriculture 2008/88/S.720-732)
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